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Pfadfinder zurück vom Bezirkslager

Wohlbehalten zurückgekehrt und um eine Anzahl von Erlebnissen bereichert, sind die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bezirk Ludwigshafen. Erstmals seit 2008 stand auf dem Jahresprogramm wieder ein Bezirkszeltlager, ein Angebot, das von 375 jungen und jung gebliebenen Menschen, davon 69 vom Stamm St. Laurentius aus Bo-Ro, über das Christi-Himmelfahrts-Wochenende wahrgenommen wurde. Unter ihnen befanden sich auch fünf syrische Flüchtlinge im Alter zwischen elf und 21 Jahren. Mit von der Partie waren neun der insgesamt elf Stämme des DPSG-Bezirksverbandes. Allesamt hatten sie sich Richtung Schildmatt in der Nähe von Colmar verabschiedet, um unter dem Motto „Vorsicht Stufe!“ über vier Tage hinweg eine altersstufen- und stammesübergreifende sowie grenzüberschreitende Form der Jugendarbeit zu erleben. Während die Anreise noch bei herrlichem Sonnschein über die Bühne ging, setzte beim Zeltaufbau ein Hagelsturm ein, der einigen Schaden anrichtete. Unter anderem zerlegte der Wetterumsturz auf der ehemaligen Vogesen-Alm ein halbes Dutzend Jurten. Die damit verbundenen Mühen und die beiden verregneten Folgetage nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch mit einer erstaunlichen Gelassenheit – und dem sprichwörtlichen Lachen und Pfeifen eines Pfadfinders – hin.
Verbunden war das Bezirkslager 2015 mit einem besonderen Experiment: Denn auf den verschiedenen Unterlager-Zeltplätzen versammelten sich nicht wie üblich jeweils mehrere Ortsverbände, sondern die Mitglieder der vier verschiedenen DPSG-Altersgruppen. Die Angehörigen eines Stammes waren damit jeweils über mehrere Unterlagerplätze verstreut untergebracht. Mit dieser neuartigen Organisationsform wollte die Lagerleitung um den Bezirksvorsitzenden Stefan Deobald das Zustandekommen stammesübergreifender Kontakte unter Gleichaltrigen erleichtern. Während Christi Himmelfahrt stammesinternen Aktivitäten vorbehalten war, stand der darauffolgende Tag ganz im Zeichen der Begegnung gleichaltriger Pfadfinder aus verschiedenen Gemeinden bzw. Stadtteilen. Den Abschluss bildete – nunmehr wiederum bei schönstem Maiwetter – der sogenannte Bezirkstag: Hier wurden altersstufen- als auch stammesübergreifend Teams gebildet, die im Zuge einer Wanderung diverse Kreativaufgaben lösen sollten. Zu den weiteren Programmhöhepunkten zählten ein französischer Abend im Lagercafé, ein Rockkonzert am Abschlussabend sowie eine heilige Messe mit Bezirkskurat, Pfr. Andreas Rubel, zum Thema „Heimat für mich – Heimat für dich“.